Wie verläuft die künstliche Befruchtung?
Jedes Paar und seine Geschichte ist für uns einzigartig, und im PFC sind wir aufgrund unserer langjährigen Erfahrung davon überzeugt, dass ein individueller Ansatz für den Erfolg der IVF wesentlich ist. Daher werden Sie von einer Koordinatorin und einer Ärztin oder einem Arzt zusammen mit erfahrenen Embryolog:innen durch den gesamten Behandlungsprozess geführt. Wenn Sie als Expat in der Tschechischen Republik leben, hier arbeiten und eine gültige Krankenversicherung haben, haben Sie Anspruch auf eine teilweise Kostenübernahme für die Behandlung. Wir arbeiten mit allen tschechischen gesetzlichen Krankenkassen zusammen.
1
Erster Kontakt und Kennenlernen
Unsere Deutschsprechende Koordinatorin, die Sie während Ihrer Behandlung begleitet, wird Sie innerhalb von 24 Stunden kontaktieren. Sie beantwortet Ihre Fragen und vereinbart einen geeigneten Termin für eine kostenlose und unverbindliche Beratung mit einer Ärztin oder einem Arzt.
Damit Sie sich vor dem ersten Gespräch wohl fühlen, gehen Sie im Vorfeld alles gemeinsam mit der Koordinatorin durch. Sie wird Ihnen auch raten, alle Ihre Fragen und Erwartungen vorzubereiten.
2
Einleitende Beratung und Untersuchung
So gerne wir Sie zu Ihrem ersten Beratungsgespräch persönlich in unserer Klinik begrüßen würden, so sehr verstehen wir, dass Ihr Terminkalender keine unbegrenzten Reisen zulässt. Deshalb können wir die Konsultation online und aus der Ferne durchführen. Während des Gesprächs erörtert die Ärztin oder der Arzt im Detail Ihre Krankengeschichte und bespricht mit Ihnen die Ergebnisse der Untersuchungen in Ihrem Wohnsitzland.
Zu den Untersuchungen, die die Ärztin oder der Arzt in der Regel durchführen muss, um das geeignete Vorgehen zu bestimmen, gehören — Hormonelles Profil, Samen-Analyse, TVUS-Bericht, Tests auf sexuell übertragbare Infektionen. Weitere Informationen darüber, welche Untersuchungen Sie benötigen, finden Sie in den häufig gestellten Fragen.
Auf Grundlage der Anamnese und der Ergebnisse des Spermiogramms schlägt die Ärztin oder der Arzt weiterführende Untersuchungen vor.
Bei allen Besuchen und Konsultationen ist Ihre Koordinatorin bei Bedarf bei Ihnen, um sicherzustellen, dass Sie bei der Übersetzung alle Informationen erhalten und diese gut verstehen.
3
Empfehlung des Behandlungsplans und der Stimulation
Auf der Grundlage einer vollständigen Anamnese und Untersuchung wird die Ärztin oder der Arzt einen individuellen Behandlungsplan empfehlen und ein Stimulationsprotokoll erstellen.
Wenn Sie sich für die Behandlung am PFC entscheiden und dem Plan zustimmen, beginnen Sie mit der Stimulation am ersten Tag Ihrer Periode.
Die Stimulation dauert 8 – 10 Tage, und an den Tagen 6 – 9 wird eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt, die die Anzahl und Größe der Follikel zeigt, und die Ärztin oder der Arzt bestimmt den optimalen Zeitpunkt für die Entnahme. Diesen Check können Sie ebenso wie die vorherige Untersuchung auch außerhalb unserer Klinik, sogar im Ausland, durchführen und uns die Ergebnisse über unser sicheres Kundenportal zukommen lassen. Idealerweise wird die Beschreibung der Befunde durch eine visuelle Dokumentation (z.B. Ultraschallfotos) ergänzt.
4
Entnahme von Ei- und Samenzellen und Befruchtung
Am geplanten Termin (in der Regel Tag 11 – 15 Ihres Zyklus) kommen Sie zur Eizellentnahme in unsere Klinik und Ihr Partner zur Spermienentnahme, es sei denn, Sie verwenden eingefrorene oder gespendete Spermien.
Die Entnahme der Eizellen dauert etwa 10 bis 20 Minuten. In den meisten Fällen wird der Eingriff unter kurzer intravenöser Vollnarkose durchgeführt. Die Embryologen untersuchen die gesammelten Eizellen sofort unter dem Mikroskop und wählen diejenigen aus, die für eine Befruchtung geeignet sind.
Unter dem Mikroskop prüfen und wählen die Expert:innen auch die vitalsten Spermien aus, die schließlich die Eizellen befruchten werden, in der Regel mit der ICSI-Methode.
Erfolgreich befruchtete Embryonen entwickeln sich im Labor weiter, in der Regel 3 bis 5 Tage lang, unter Bedingungen, die der natürlichen Umgebung im Körper der Frau entsprechen.
5
Embryotransfer und Schwangerschaftstest nach der IVF
Am Tag nach der Befruchtung informieren wir Sie darüber, wie viele Embryos sich entwickeln. Detaillierte Informationen über die Qualität, Entwicklung und Anzahl der Embryos einschließlich das Video des Monitorings in Zeitraffer bespricht die Embryologin oder der Embryologe mit Ihnen bei dem Beratungsgespräch am Tag des Transfers. Mit einem einfachen Eingriff setzt die Ärztin oder der Arzt den ausgewählten Embryo in die Gebärmutter ein.
Den Schwangerschaftstest können Sie 14 Tage nach dem Transfer machen. Egal, ob das Ergebnis positiv oder negativ ist, vereinbaren wir mit Ihnen einen weiteren Kontrolltermin – unsere Betreuung endet nicht mit dem Transfer.
Häufig gestellte Fragen über den IVF-Prozess:
Wer ist die Koordinatorin?
Die persönliche Koordinatorin spricht Ihre Sprache, ist Ihre Verbindung zur Klinik und betreut Sie während des gesamten Behandlungsprozesses. Sie vereinbart mit Ihnen Termine, bereitet Sie auf Ihr Beratungsgespräch vor, damit Sie sich wohlfühlen, und berät Sie zu den erforderlichen Unterlagen und Schritten, die Sie bei allen Verfahren unternehmen müssen. Sie steht Ihnen während der Behandlung für alle Fragen und Anliegen zur Verfügung, die Sie möglicherweise haben. Sie wird bei allen Beratungsgesprächen, Untersuchungen und Verwaltungsaufgaben anwesend sein, bei denen Sie eine Übersetzung in Ihre Sprache benötigen.
Wie läuft die Eizellentnahme ab?
Die Eizellentnahme (Follikelpunktion) findet zu dem vom Arzt festgelegten Zeitpunkt statt, der sich nach dem Reifegrad der Eizellen richtet, und wird direkt in unserer Klinik durchgeführt. Der Eingriff erfolgt in der Regel unter Vollnarkose und dauert etwa 10 bis 20 Minuten. Nach dem Aufwachen und einer kurzen Erholungsphase von mindestens zwei Stunden können Sie in Begleitung nach Hause gehen. Bitte beachten Sie, dass Sie nach dem Eingriff kein Auto fahren sollten.
Ist eine Eizellentnahme ohne Narkose möglich?
Bei einer geringeren Anzahl von Eizellen, wie sie typischerweise in natürlichen Zyklen oder bei minimaler Stimulation gewonnen werden, kann die Eizellentnahme auch ohne Vollnarkose durchgeführt werden. Der Eingriff selbst ist kurz und wird mit einer speziellen, dünnen Nadel vorgenommen. Das Schmerzempfinden ist jedoch sehr individuell. Daher bleibt die Entscheidung für oder gegen eine Narkose stets Ihnen überlassen.
Wie läuft die Stimulation bei einer IVF-Behandlung ab?
Anhand der Untersuchungsergebnisse erstellt der Arzt einen individuellen Stimulationsplan und stellt Ihnen ein Rezept für die erforderlichen Medikamente aus. Sie erhalten eine ausführliche Anleitung zur Anwendung der Medikamente und zum weiteren Ablauf der Behandlung. Mit der Stimulation beginnen Sie in der Regel am 2. oder 3. Tag Ihres Menstruationszyklus. Die Behandlung dauert gewöhnlich 8 bis 10 Tage. Anhand der Ergebnisse der Kontrollultraschalluntersuchungen entscheidet der Arzt, ob Anpassungen des Stimulationsprotokolls erforderlich sind, und legt den Termin für die Eizellentnahme fest.
Was passiert im Körper nach dem Embryotransfer?
Nach dem Embryotransfer in die Gebärmutter kommt es im Idealfall zur sogenannten Implantation, also zur Einnistung des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut. Dieser Vorgang kann in einigen Fällen von leichten Blutungen begleitet sein, die jedoch in der Regel kein Grund zur Sorge sind. Nach einer erfolgreichen Einnistung beginnt der Embryo mit der Produktion des Hormons hCG (humanes Choriongonadotropin). Dieses Hormon unterstützt den Erhalt der Schwangerschaft und ist später auch für ein positives Ergebnis des Schwangerschaftstests verantwortlich.
Wann sollte man nach einer künstlichen Befruchtung einen Schwangerschaftstest machen?
Führen Sie einen Schwangerschaftstest nach einer künstlichen Befruchtung immer an dem von Ihrem Arzt empfohlenen Tag durch, in der Regel 14 Tage nach dem Embryotransfer. Ein zu früh durchgeführter Test kann trotz erfolgreicher Einnistung des Embryos negativ ausfallen und dadurch unnötigen Stress verursachen.
Der Schwangerschaftshormonwert (hCG), den der Test nachweist, steigt schrittweise an und kann erst ab dem erwarteten Menstruationstermin zuverlässig nachgewiesen werden. Wir wissen, dass diese Wartezeit emotional belastend sein kann. Deshalb steht Ihnen Ihre persönliche Koordinatorin jederzeit für Fragen oder bei Unsicherheiten zur Verfügung.
Welches Verhalten sollte nach der Eizellentnahme eingehalten werden?
Nach der Eizellentnahme sollten Sie die von Ihrem Arzt empfohlenen Ruhemaßnahmen einhalten. Unmittelbar nach dem Eingriff ruhen Sie sich etwa zwei Stunden in unserer Klinik aus. Anschließend werden Sie in Begleitung nach Hause entlassen. Bitte fahren Sie an diesem Tag keinesfalls selbst Auto.
Achten Sie in den folgenden Tagen auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (idealerweise etwa 3 Liter pro Tag) und vermeiden Sie körperliche Anstrengung sowie Sport. Sollten Sie sich unwohl fühlen oder Beschwerden haben, kontaktieren Sie bitte Ihre persönliche Koordinatorin. Sie wird die Situation mit Ihnen besprechen und bei Bedarf einen Kontrolltermin bei Ihrem behandelnden Arzt vereinbaren.